Tebis Flächen in weniger tolerante
Solid-Systeme exportieren
CAD-Profis arbeiten gerne in heterogenen Systemlandschaften. Wer die immensen Vorteile von Tebis bei der Flächenrückführung (RSC) und bei der Konstruktion von Freiformflächen mit den Volumen-, Zeichnungs- und Verwaltungsfunktionen von Solid-Systemen kombiniert, kommt schnell zum Ziel. Da die einzelnen CAD-Systeme jedoch ganz verschiedene Anforderungen an die Konstruktionsqualität stellen, bringt Tebis ein neues Healing-Modul auf den Markt, mit dem sich die Daten genau passend für das gewünschte Solid-System exportieren lassen.
CAD-Systeme sind unterschiedlich tolerant. So kann Tebis auch in importierten Flächenbereichen mit eher „minderer“ Flächenqualität komplexe Modellier-Operationen problemlos ausführen. Dagegen stellen Solidsysteme allerhöchste Ansprüche, wenn z.B. importierte Freiformflächen mit regelgeometrischen Volumenkörpern verschnitten werden sollen. Stimmen Abstände und Übergangswinkel zwischen Einzelflächen nicht mit den geforderten Kriterien überein oder befinden sich „degenerierte Flächenelemente“ im Datensatz, so lässt sich z.B. in Catia V5 keine „open shell“ bilden, was eine Weiterverarbeitung der Daten in diesem CAD-System massiv erschwert.
Vorteile des toleranten Flächenmodellierens kombiniert mit den Vorzügen eines Solidsystems
Die Tebis Gittergerüst-Technologie ermöglicht einen nahezu vollautomatischen Analyse- und Healing-Prozess von beliebigen CAD-Flächenmodellen. Das besondere: In hinterlegten Profilen sind die speziellen Empfindlichkeiten des Zielsystems definiert und damit die Sensorik des Tebis Healers auf bestimmte Qualitätskriterien einstellbar. So ist sichergestellt, dass nur repariert wird, was zum erfolgreichen Datenaustausch erforderlich ist – mehr nicht.
Die Tebis Healing-Technologie basiert auf dem Gittergerüst, das die Berandungen aller Einzelflächen repräsentiert. Es kann die Übergangsbedingungen der Einzelflächen als Attribute aufnehmen und den Flächen übertragen, z.B. die Tangentialität als maximale Winkeligkeit oder Lücken zwischen den Einzelflächen als maximal zulässige Spalte. Die Parametrik der angrenzenden Flächen wird in einem Automatikprozess minimal geändert, z.B. werden Grad und Segmentierung so angepasst, dass die Vorgaben eingehalten werden können. Geometrisch verändert sich die Oberfläche nicht.
Unterscheidung zwischen Konstruktionsabsicht und Defiziten in der Datenqualität
Das Healing soll als Automatikprozess nur Defizite im Bereich der Datenqualität beseitigen. Um zu verhindern, dass auch Flächenbereiche korrigiert werden, die bewusst so konstruiert wurden, z.B. Knicke, Lücken, dreieckige Flächen etc., linkt der Anwender die Flächen vor dem Analyseprozess zu Topologien. Die Linktoleranz entscheidet darüber, welche Kanten innerhalb der Topologie zueinander referenziert sind. An nicht referenzierten Kanten entsteht eine Berandung, die mit Hilfe der Analysefunktion „Top Quality“ sofort erkennbar ist. Berandungen bleiben im Healing-Prozess unberührt, weil sie als Konstruktionsabsicht klassifiziert sind, sofern sie der Anwender nicht vorher noch manuell bearbeitet.
Übrigens: ein „gehealtes“ Flächenmodell hat auch Vorteile, solange es in Tebis weiterverarbeitet wird: Die Gefahr, dass ein degeneriertes Flächenelement die Fräsbearbeitung stört, wird ausgeschlossen.
Der Healing-Prozess in 6 Schritten:
Die Tebis Standard-Topologie, erzeugt mit 0,1mm Linktoleranz. Die Analysefunktion Quality zeigt mit ihren Rändern an, ob es noch Lücken > 0,1 mm gibt. Diese könnten gewollt sein und müssen vom Healing-Prozess ausgeschlossen werden. Zoom
Beim Anlegen des Arbeitsmodells entsteht das Gittergerüst. Es fasst die Einzelberandungen aller Flächenelemente zusammen und verwaltet deren Übergangsbedingungen. Zoom
Bei der Zielsystemspezifischen Diagnose erkennt der Tebis Healer alle Defekte, die bei der Übertragung in das gewählte Zielsystem zu Schwierigkeiten führen können. Im Strukturbaum sind die gefundenen Defekte aufgelistet (Mini-Kanten, Mini-Segmente, Lücken, unstetige Flächenübergänge, etc.). Zoom
Gefundene Defekte im Flächenmodell werden durch manuellen Eingriff oder per Automatismus bereinigt. Tebis führt den Anwender dabei von Problemstelle zu Problemstelle. Zoom
Am Strukturbaum innerhalb der Kontroll-Diagnose für die Ausgabe ins Catia-V5 Format erkennt man, dass alle Defekte bereinigt wurden. Zoom
Die Tebis-Topologie lässt sich nun problemlos in Catia einlesen und kann zu einer „skin“ (V4) oder einer „open shell“ (V5) weiterverarbeitet werden. Zoom
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