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Die neue Tebis Version 3.4 bringt viele Neuerungen und Erweiterungen im CAM-Bereich. Dazu zählt auch die Integration der Spezialversionen Simulator und Elektrodenkonstruktion, die parallel zur Standardversion 3.3 weiterentwickelt wurden, sowie der Spezialversion zur 2,5D Bohr- und Fräsbearbeitung.
Im folgenden zunächst in knapper Form die Möglichkeiten und Vorteile der jetzt integrierten Spezialversionen, bevor anschließend die wesentlichen Neuheiten der Version 3.4 kurz zusammengefasst werden.
Elektrodenkonstruktion
Das Modul Elektrodenkonstruktion wurde von Tebis speziell für den Einsatz im Fertigungsumfeld entwickelt. Mit einfach zu bedienenden Konstruktionsfunktionen entlastet es den Elektrodenfertiger von Routine-Aufgaben und unterstützt dabei den gesamten Prozess der Elektrodenfertigung, von der Konstruktion über die Fertigung bis hin zur Senkerodiermaschine. Dies führt zu mehr Komfort und Sicherheit beim Senkerodieren.
2,5D Bohren und Fräsen
Die Fertigung von Bohrungen, Planflächen, Konturen und Taschen wird durch das jetzt komplett integrierte 2,5D Bohren und Fräsen (NC2AX) automatisiert. Dazu dient beispielsweise die Feature-Erkennung für die Bohr- und Fräsbearbeitung oder die Materialverfolgung für gezielte Schrupp-, Nachschrupp- und Schlichtbearbeitung. Eingebunden in die Tebis Automill-Technik entstehen so effektive, geordnete und damit prozesssichere Fertigungsstrukturen.
Simulator
Vollständig integriert in Tebis CAD/CAM-Stationen begleitet der Tebis Simulator den gesamten Prozess der NC-Fertigung, von der Planung der Bearbeitung über die NC-Programmierung bis hin zur Abarbeitung der NC-Programme an der Maschine. Geschwindigkeit und Sicherheit der NC-Fertigung steigen dadurch deutlich.
Alle CAM-Module
- Die Ausspannlängen-Ermittlung bestimmt die optimale Länge für ein Werkzeug, mit der ein berechneter Werkzeugweg ohne Bauteilverletzung abgefahren werden kann. Auch bei der nachträglichen Simulation und Kollisionsprüfung von Werkzeugwegen ist die Ausspannlängen-Ermittlung verfügbar.
- Der Einsatz des kürzestmöglichen Werkzeugs sorgt für optimale Zerspanung.
- Die NC-Jobs aus allen Modulen können mit der Job-Transformation rotiert, verschoben, transformiert und gespiegelt werden. Dabei bleiben alle Eigenschaften des NC-Jobs wie Gleich- bzw. Gegenlauf, An- und Abfahrmakros, oder G02-/G03-Radienerkennung erhalten.
- Beispielsweise für gespiegelte Bauteile entstehen die Bearbeitungen so prozesssicher und auf Knopfdruck.
- In der NC-Job-Verwaltung kann man jetzt beim Zuweisen das Werkzeug, den Layer und den NC-Kopf ändern.
- Um etwa aus den NC-Jobs fürs Vorschlichten schnell und einfach die NC-Jobs fürs Schlichten zu definieren, können so alle Parameter auf einmal angegeben werden.
3+2 Achsen Schruppen
- Die neue Strategie zum konturparallelen Schruppen unterstützt vollständigen Gleichlauf und vermeidet unnötige Vollschnitte. Wahlweise gibt es auch einen Pendelzyklus, der die Leerwege reduziert, wenn Material und Werkzeug es zulassen.
- Die Maschinen- und Werkzeugbelastung von Tebis Schrupp-Programmen wird mit dieser Strategie noch gleichmäßiger.
- In den Schruppstrategien gibt es neue eigenständige Parameter für Konturverrundung, Bahnverrundung und Bahnglättung.
- Mit vielfältigen Parametern kann für jede Anforderung, jedes Material, jedes Werkzeug und jede Maschine das geeignete Bahnlayout definiert werden.
- Die neue Halter-Kollisionsvermeidung beim Schruppen betrachtet stets das aktuelle Rohteil sowie das Bauteil und kann dadurch die Bearbeitung auf die Möglichkeiten des aktuellen Werkzeugs begrenzen. Mit der Rohteilverfolgung findet das nächst-längere Werkzeug die noch unbearbeiteten Bereiche.
- Die verfügbare Werkzeuglänge wird optimal ausgenutzt, um mit kurzen Werkzeugen effektiv zu zerspanen.
3+2 Achsen Schlichten und -Restmaterial
- Neue Strategien erzeugen äquidistante Schlicht- und Restmaterialbearbeitungen auf Knopfdruck. Mit Hilfe von Leitelementen kann der Anwender das Bahnlayout individuell anpassen.
- Die Werkzeugwege mit räumlich konstantem Bahnabstand erzeugen sowohl in steilen als auch in flachen Bauteilbereichen eine hohe Oberflächenqualität ganz ohne Bereichsgrenzen. Der gleichmäßige Materialeingriff verlängert die Werkzeug-Standzeit.
Weitere Neuheiten
Neu verfügbar ist beispielsweise auch eine Schnittstelle zum Einlesen von Parasolid-Daten. Außerdem wurden viele weitere Ergänzungen und Optimierungen quer über alle Module vorgenommen.








