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Kunstprojekt mit Hand und Fuß

28.08.2017

Für den berühmten "Torso von Belvedere" sind mit Unterstützung von Tebis fehlende Gliedmaßen ergänzt worden. Gemeinsam mit der Künstlerin Simona Andrioletti erstellte Tebis die Daten und koordinierte die Herstellung.

Er ist eine der berühmtesten Statuen der Antike: der Torso von Belvedere. Der 1,59 Meter große und 2,2 Tonnen schwere Rest einer griechischen Marmorstatue mit äußerst muskulösem Oberkörper und Rumpf ist in den vatikanischen Museen in Rom ausgestellt. Kopf, Arme und Unterschenkel sind allerdings verschwunden. Der Legende nach sollte der Künstler Michelangelo entsprechend der damals üblichen Praxis die fehlenden Teile im Auftrag der Kirche ergänzen. Er weigerte sich: Der Torso sei zu vollkommen, als dass ihm etwas hinzugefügt werden dürfe. Auch später zog die ungefähr auf das 1. Jahrhundert vor Christus datierte Figur bekannte Künstler wie Rubens oder Rodin, aber auch Wissenschaftler in ihren Bann. Dennoch bleiben ihre Identität und die vollständige Körperhaltung bis heute ein Rätsel.

Jüngst setzte sich die italienische Künstlerin Simona Andrioletti mit diesem Mysterium auseinander und fragte sich, welche Position die fehlenden Gliedmaßen am Körper einnehmen könnten. „Es war nicht meine Absicht, das Original zu vervollständigen“, sagt sie. „Ich wollte mit dem rechten Arm und dem linken Bein einige Fragmente so hinzuzufügen, dass vor dem geistigen Auge des Betrachters ein Bild des vollständigen Torsos entsteht.“ Bei der Umsetzung des Kunstprojekts „Belvedere“ unterstützte Tebis sie mit dem Scannen der Gliedmaßen, der Datenaufbereitung und Koordination der Herstellung. Die Exponate wurden mittels 3D-Druck in Zusammenarbeit mit dem Tebis Partner MCAE Systems aus dem Kunststoff PLA (Polylactide) gefertigt.

Exakte Datenaufbereitung für einwandfreie Anatomie

Für die Gliedmaßen stand der deutsche Bodybuilding-Weltmeister der Junioren Antonio Melieni Modell und ließ bei Tebis seinen Körper scannen. Die Herausforderung für die Tebis Experten lag darin, mit dem Scanner möglichst präzise die Oberflächen zu erfassen, um die Anatomie genau abbilden zu können. Auch die anschließende Datenaufbereitung der feinen Netze für den 3D-Druck erfolgte bei Tebis und nahm einen Tag in Anspruch. Unter anderem mussten die Gliedmaßen in einem Maßstab von 1:1,3 skaliert werden, um die Proportionen Melienis entsprechend denen des Torsos anzupassen. „Ich bin sehr dankbar für die Hilfe von Tebis. Alleine hätte ich solch ein Werk nicht umsetzen können“, so die Künstlerin.

Zuletzt war „Belvedere“ auf der Jahresausstellung der Akademie der Bildenden Künste München zu sehen. Geplant ist außerdem, das Exponat in naher Zukunft in Mailand auszustellen.


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