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Veranstaltung zu 4.0 stößt auf großes Interesse

Pokolm und Tebis informieren über digitale Fertigung

04.10.2016

4.0 – der Zauber digitaler Fertigung, unter diesem Motto informierten am 28. September 2016 die Tebis AG und ihr Kooperationspartner Pokolm zu Möglichkeiten der digitalen Fertigung. Die gemeinsame Veranstaltung bei Pokolm in Harsewinkel war mit über 30 Teilnehmern sehr gut besucht.

In Fachvorträgen und Expertengesprächen hatten die Besucher der ausgebuchten Veranstaltung Gelegenheit, sich über die Vorteile der digitalen Fertigung zu informieren. Die digitale Fertigung kann dabei unterstützen, die Ressourceneffizienz, Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit der Firmen vor dem Hintergrund des globalen Wirtschaftens zu erhöhen. Im Fokus stand, wie mit Tebis 4.0 und Proleis 4.0 die Produktion komplett digital mit vollständig transparentem Informationsfluss gesteuert werden kann. Denn Tebis 4.0 kennt die Fertigungsumgebung und -prozesse und macht Bauteile so intelligent, dass diese im Detail „wissen“, wie sie hergestellt werden. Und das Fertigungsplanungs- und Steuerungssystem (MES-System) der ID GmbH Proleis 4.0 kennt die Daten, die Kapazitäten, die Planung und steuert alle Vorgänge von der Anfrage bis zum Produkt.

Jens Lüdtke, Leiter Consulting, Tebis AG, referierte über den digitalen Werkzeugbau und Industrie 4.0. Für viele Werkzeugmacher ist das Thema 4.0 seiner Erfahrung nach heute noch zu abstrakt und zu kompliziert und scheint weit entfernt von der eigenen Realität. Jens Lüdtke konnte jedoch Mut machen: Auch für kleine und mittlere Betriebe ist Industrie 4.0 ein Thema. Dabei gibt es kein allgemeingültiges Rezept, sondern jede Firma muss für sich bestimmen, wie sie vorgehen und in Industrie 4.0 einsteigen will - zumal die Voraussetzung für den Einstieg, etwa klar strukturierte Fertigungsprozesse, nicht einheitlich sind. Viele einzelne Bausteine ergeben am Ende eine Industrie-4.0-Fertigung, einige davon sind längst Alltag.

CAM im Formenbau war das Thema von Helmut Vergin, Tebis Produktmanager. Er zeigte die einzelnen Bereiche im Formenbau, wie prismatsiche Bearbeitung, Tiefbohrbearbeitung, Freiformbearbeitung, Rippenbearbeitung u.s.w auf und beschrieb beispielhaft, wie Tebis in diesen Branchenprozessen typischerweise vorgeht. In jedem Prozess folgt der Ablauf den gleichen Tätigkeiten: einfache Aufbereitung des Bauteils, automatisierte Programmierung der Werkzeugwege und Optimierung, etwa der Anzahl der Beabeitungswerkzeuge. Ein standardisiertes Vorgehen in der Fertigung, wie Tebis es entwickelt hat, ist dabei eine der Grundlagen für die Umsetzung von Industrie 4.0.

Über CAD im Werkzeugbau berichtete Stephan Galozy, ebenfalls Produktmanager bei der Tebis AG. Mit dem durchgängigen Tebis Prozess ist Automatisierung im Kleinteileprozess bereits heute möglich. Tebis Funktion für reale Offsets in Wirkflächen, Umrissflächen inklusive Rücksetzung, Exaktsolids inklusive sämtlicher Aufmaße sorgen für eine schnelle, effiziente, qualitativ hochwertige Datenaufbereitung. Das bis heute handwerklich geprägte Tryout im Umformwerkzeugbau ist zeitaufwändig und kostenintensiv. Die Tebis Wirkflächenkonstruktion simuliert die Rückfederung, sorgt für eine Überbiegung der Wirkflächen sowie automatisierte Radiusfreimachung und schafft übergangslose Druckflächen. Die Nacharbeit am Werkzeug lässt sich so deutlich verringern, gleichzeitig erhöht sich die Sicherheit durch auskonstruierte Wirkflächen.

Dr. Klaus Dieter Born, Geschäftsführer ID GmbH Erndtebrück, stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Prozess-Leit- und Steuersystem Proleis 4.0 vor.
Proleis 4.0 unterstützt die Einzelteilfertigung im Werkzeug- und Formenbau und ermöglicht eine hochflexible Produktion mit Losgröße 1. Durchgängige Organisation und Planung, umfassende Fertigungssteuerung und hohe Anpassungsfähigkeit machen das möglich. Proleis kennt alle notwendigen Fertigungsdaten, sämtliche Eigenschaften und Zustände von etwa Lagerorten, Ressourcen und Maschinen stehen im Zugriff, Fehler im Prozess werden sofort erkannt und behoben. Das neue Proleis-4.0-Bedienkonzept erleichtert die Arbeit zusätzlich über rollenbezogene Apps, Touchbedienung und mehr Visualisierung von Prozess-Stati. 

 

 

 

 

In Gesprächen an den Themenständen konnten die Besucher im Anschluss an die Vorträge ihre Anliegen mit den Experten detailliert und individuell besprechen. Die Veranstaltung stieß bei den Besuchern insgesamt auf positive Resonanz, die Vorträge waren für sie nach eigenen Aussagen sehr inspirierend und erhellend. In den Pausen, beim Abendessen und sogar im Konferenzsal sorgte ein Zauberer für Auflockerung. Er stellte einen Bezug zwischen seiner Zauberei und den Veranstaltungsthemen her: Ein Magier muss perfekt sein, mit aufeinander abgestimmten Prozessen und automatisch funktionierenden Tricks. Wie in der Fertigung gilt auch bei ihm: Geschwindigkeit ist keine Hexerei.

Der von einer Holzhand gehaltene Zauberhut war das begleitende Ausstellungsstück für die Veranstaltung. Ein realer Zylinder und eine menschliche Hand wurden gescannt, die Flächen in Tebis rückgeführt und die Teile aus Aluminium beziehungsweise Holz gefräst.

 

 


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