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Durchlaufzeiten um 30 % reduziert

Tebis Consulting Prozess-Strukturierung bei Böhm & Wiedemann

Schnell. Genau. Flexibel. Das sind die Kundenanforderungen, denen sich Böhm & Wiedemann zu stellen hat. Profitabel geht dies nur, wenn trotz hoher Variabilität der Unikatfertigung zu Kosten einer Massenproduktion gefertigt wird. Ein standardisierter Fertigungsprozess ist die Grundlage hierfür.

Böhm & Wiedemann Feinmechanik AG konstruiert und fertigt Präzisionsteile aus unterschiedlichsten Materialien. Als renommiertes Zulieferunternehmen der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie, sowie der Optomechanik und Forschung produziert man Prototypen, kleine und mittlere Serien, Einzelteile, komplette Baugruppen sowie vollständige Maschinen. Böhm & Wiedemann verbindet an den beiden Standorten Eching bei München und Köln die Tradition handwerklicher Feinmechanik mit konsequenter Anwendung moderner CNC-Technologien.

  • Die industrialisierte Fertigung von Einzelteilen ist das Ziel

    Nach einem Benchmark hatte sich Böhm & Wiedemann entschlossen, die Tebis Software-Technologie einzuführen. „Wir wollten vor allem in der Fertigung die Prozesssicherheit erhöhen und Durchlaufzeiten reduzieren“ kommentiert Christian Fach, Vorstand von Böhm & Wiedemann, die Entscheidung. Denn der Tebis Simulator bietet die Möglichkeit, NC-Programme auf Basis der exakten Werkzeuggeometrie und des virtuellen Maschinenmodells zu erstellen. So erkennt man alle eventuellen Probleme bereits lange vor der Bearbeitung an der Maschine und kann diese rechtzeitig lösen. Mit dem bisher eingesetzten Programmiersystem war man hier an Grenzen gestoßen.

    Bei den Kunden von Böhm & Wiedemann entscheiden schon einmal Sekundenbruchteile über Sieg oder Niederlage. „Daher gelten für uns die höchsten Ansprüche an Geschwindigkeit, Termintreue, Lösungskompetenz und Qualität“, erläutert Christian Fach, „dies können wir nur durch standardisierte Fertigungsabläufe erreichen. Unser Ziel ist die industrialisierte Fertigung von Einzelteilen.“

  • Bessere Strukturen dank neuer Arbeitsmittel

    Da es besonders wichtig war, die neue Software und vor allem den neuen Fertigungsprozess rasch und reibungslos einzuführen, wurde Tebis Consulting mit der Umsetzung beauftragt. „Wir waren uns sicher, das Projekt so schneller und effektiver umzusetzen“, sagt Christian Fach. Schließlich ist diese Aufgabe bei den Tebis Consultants tägliches Geschäft, so dass man auf einen reichen Erfahrungsschatz zugreifen kann. „Schließlich muss sich die Standardisierung wie ein roter Faden durch den gesamten Fertigungsprozess ziehen und ist somit wesentlich anspruchsvoller, als beispielsweise die Umstellung von Lotus Notes auf Outlook“, erklärt Christian Fach. Es war klar, dass die Fertigungsprozesse neu zu strukturieren waren. Hierbei galt es zu beachten, dass ein sehr großes Bauteilspektrum aus verschiedensten Materialien mit entsprechend unterschiedlichen Werkzeugen gefertigt wird. Dies stellt hohe Anforderungen an Programmierer, Maschinenbediener und Werkzeuge und erschwert eine Standardisierung der Fertigungsabläufe über beide Standorte hinweg zusätzlich.

  • Tebis Consulting macht die Betroffenen zu Beteiligten des Lösungsprozesses

    Nach einer Analyse der bestehenden Fertigungsabläufe und Arbeitsweisen in Eching und Köln wurde ein genauer Projektplan erstellt. Die Einführung der Software sowie die Strukturierung der Fertigungsprozesse wurden über einen Zeitraum von drei Monaten festgelegt und umgesetzt.

    Die NC-Programmierer bei Böhm + Wiedemann arbeiten mit genau strukturierten Vorgaben.

    Zunächst erarbeiteten die Spezialisten von Tebis Consulting die notwendigen Strukturen und Standards der Arbeitsabläufe. Dabei wurden von Anfang an die Mitarbeiter, die von den künftigen Veränderungen betroffen sind, zu Beteiligten des Lösungs- und Umsetzungsprozesses gemacht. Die jahrelange Erfahrung aus vielen erfolgreichen Projekten zeigt, dass vor allem dieses kooperative Vorgehen die Akzeptanz und Mitwirkung aller Projektbeteiligten sichert. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für den schnellen und langfristig wirkenden Erfolg von Prozessveränderungen.

  • Abbild der Bohr- und Fräswerkzeuge in der Werkzeugdatenbank ist das Herzstück

    Alle Komponenten – Schneiden wie auch Halter – wurden einzeln vermessen, in der Tebis Werkzeugbibliothek strukturiert abgelegt und auch dort zu Komplettwerkzeugen zusammengebaut.

    Für einen sicheren Prozess wird in Tebis jedes NC-Programm unter exakter Berücksichtigung der Werkzeuggeometrie berechnet. Dazu werden neben den Schneiden auch alle Halterkomponenten der Bohr- und Fräswerkzeuge in der Tebis-Werkzeugbibliothek erfasst und verwaltet. So kommt dem Aufbau der Werkzeugdatenbank eine zentrale Bedeutung zu. „Die Werkzeugbibliothek ist das Herzstück jeder gut funktionierenden Fertigung und die Grundlage für einen virtuellen Bearbeitungsprozess. Ohne sie macht die Standardisierung der Fertigungsabläufe nur wenig Sinn.“, so Marc Fuest, verantwortlicher Tebis Consultant.

    Folglich wurden die Komponenten – Schneiden, wie auch Halter – vermessen und in der Tebis-Werkzeugbibliothek erfasst. Jetzt können alle NC-Programme mit exakten virtuellen Werkzeugen programmiert, und nach der Prüfung im Tebis Simulator kollisionsfrei an den Maschinenbediener übergeben werden. Der augenfällige Nebeneffekt war, dass nicht mehr verwendete Aufnahmen und Werkzeuge erfasst und aussortiert werden konnten.

  • Ganzheitliche Standardisierung des Fertigungsprozesses bringt den Erfolg

    Der optimale und standardisierte Prozess für Böhm & Wiedemann – vom Dateneingang bis hin zur Werkstatt – wurde vom Tebis Consultant mit allen Beteiligten abschließend definiert und in einem Regelwerk festgehalten. Alle Mitarbeiter wurden im Anschluss im Umgang mit den Tebis Technologien in abgestimmten Trainings geschult, auf die neuen Arbeitsweisen vorbereitet und in der Anfangsphase qualifiziert unterstützt.

  • Die Zahlen sprechen für sich

    Innerhalb von nur drei Monaten wurden die Tebis Technologie eingeführt und für beide Standorte einheitliche und standardisierte Fertigungsabläufe definiert. In der Folge müssen die Maschinenbediener wesentlich weniger in die Fertigung eingreifen. Außerdem konnte die bisherige aufwändige Fertigungs-Dokumentation durch einen papierlosen Durchlauf ersetzt werden. Größter Nutzen ist die Reduzierung der Durchlaufzeit. Diese hat sich am Standort Eching um 30% und am Standort in Köln um sagenhafte 50% reduziert. Außerdem bedient ein Maschinenbediener jetzt zwei Maschinen statt einer.

    „Alle Beteiligten können mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein“, resümiert Christian Fach. „Auch meine Erwartungen an die Unterstützung durch Tebis Consulting haben sich zu 100 % erfüllt. Und wir fertigen jetzt selbst bei Losgröße 1 aufgrund definierter Arbeitsfolgen mit genau planbarem Aufwand.“

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Zitat

Seit der Prozess-Strukturierung durch Tebis Consulting fertigen wir auch bei Losgröße 1 industriell.

Steckbrief

Schwerpunkt:

Neue Prozessstrukturierung für rentable industrielle Einzelteilfertigung

Vorteile:

  • Erfahrene Berater von Tebis Consulting
  • Mitarbeiter in Veränderung einbeziehen
  • Optimale und standardisierte Prozess

Branche:

Maschinen- und Anlagenbau, Komponentenfertigung

Firma:

Böhm & Wiedemann Feinmechanik AG

Standort:

Eching, Köln, Deutschland

Interviewpartner:

Christian Fach

Position:

Vorstand

Erschienen:

2012

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