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High-Tech für das Drahtschneiden

Bei engen Gewinnspannen gleichzeitig eine hohe Produktivität und Qualität zu gewährleisten, ist für jeden Dienstleister in der Fertigungsindustrie heute die Realität. Dabei müssen breitgefächerte Anforderungen abgedeckt werden. Eine Möglichkeit, sein Angebot durch innovative Technologien sinnvoll abzurunden, bietet die Investition in eine neue Drahtschneid-Maschine und die entsprechende Software.

Sowohl die Innenkontur als auch die Passungen dieses Beschnittwerkzeugs werden erodiert.

  • Gerade in schwierigen Zeiten Investition in neue Technologien

    Der Kosten- und Termindruck im Zulieferwettbewerb ist nach wie vor groß. Gerade in solchen Zeiten zögern Unternehmer häufig, in neue Technologien und die Ausbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren – und riskieren damit, den Anschluss zu verpassen. Das aber möchte Björn Alber, Inhaber der Firma Karl Alber Werkzeugbau e.K. in Leinfelden-Echterdingen, unbedingt vermeiden.

    Seit bald 45 Jahren ist die Firma mit ihren mittlerweile 11 Mitarbeitern hauptsächlich in der Lohnfertigung für die Bereiche Werkzeug- und Formenbau sowie Prototypen- und Maschinenbau tätig. Das Angebot reicht von der 2D- und 3D-Programmierung bis hin zur kompletten Fertigung von Präzisionseinzelteilen. Entsprechend umfassend ist der Leistungskatalog: Das Technologie-Spektrum umfasst das Fünfachsfräsen genauso wie das HSC-Fräsen und die Hartbearbeitung. Versorgt werden die Automobil- und die Automobil-Zulieferindustrie, die Luftfahrtbranche und mehrere bekannte deutsche Maschinenbauer.

    Die Maschinenhalle kann sich sehen lassen: Das Herzstück bilden die 5-Achs-HSC-Fräsmaschinen Deckel Maho DMU 200 P in Portalbauweise sowie die 6 m Mecof HSC Fahrständerfräsmaschine. Neben beiden Maschinen befinden sich Tebis CAD/CAM Programmierplätze, an denen die Maschinenbediener ihre Programme selbst erstellen. Somit sind papierlose Fertigungsaufträge, ausgehend von 2D- und 3D-Daten, problemlos abzuwickeln. An einem dritten Tebis CAD/CAM Arbeitsplatz werden die Fertigungsdaten im Büro vorbereitet sowie auch die Programmierung für die restlichen CNC-Maschinen bewältigt.

    Björn Alber, Inhaber der Firma Karl Alber Werkzeugbau e.k.,und Ulrike Keller von der Tebis AG, vor der neuen Drahtschneidmaschine Mitsubishi Fa20-vs in der hauseigenen Maschinenhalle.

  • Lohnende Anlage in Maschine und Software

    Ende Juli diesen Jahres wurde der Maschinenpark des etablierten mittelständischen Unternehmens um die CNC-gesteuerte Wasserbad-Drahterodier-Anlage Mitsubishi FA20-VS erweitert. Die Maschine fährt eine Abtragsleistung von über 500mm2/min und garantiert dabei ein hohes Maß an Qualität und Geometrie-Genauigkeit. Die Verfahrwege, die sich in X/Y/Z auf 500x350x250 mm belaufen, gewährleisten ein breit gefächertes Einsatzgebiet. Aber dennoch: Rentiert sich denn die Anschaffung einer solchen Maschine, gerade unter dem Gesichtspunkt des zunehmenden Konkurrenzdrucks aus dem In- und Ausland? „Aber ja“, erklärt Björn Alber voller Überzeugung: „Dadurch, dass wir unsere Angebotspalette um das Drahtschneiden erweitert haben, konnten wir die verschiedensten Fertigungsaufgaben in unser Unternehmen zurückholen. So umgehen wir Lieferengpässe, Qualitätsprobleme oder Zusatzkosten, die durch die Verlagerung nach Außen manchmal entstehen. Insgesamt können wir viel flexibler auf Kundenwünsche reagieren.“ Seit die Maschine Ende Juli diesen Jahres angeschafft wurde, ist sie fast rund um die Uhr im Einsatz: 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. „Wir wollen nun einen zweiten Mitarbeiter für das Drahtschneiden mit Tebis ausbilden“, erklärt uns Björn Alber. Dass zuverlässige Routinen für ein solches Leistungs-Spektrum unabdingbar sind, versteht sich von selbst. Mit die wichtigste Voraussetzung: das Zusammenspiel mit der Software, in der die Drahtschneid-Programme erstellt werden, muss einwandfrei funktionieren.

    Die Synchronisation erfolgt nach der Angabe von Ober- und Unterkontur weitgehend automatisch. Die Passungen werden mit Zerstörschnitten ausgeräumt.

    Die Simulation veranschaulicht den späteren Programmablauf einschließlich aller Verfahrwege und Aktionen wie Drahteinfädelung, Stops, Trennschnitte, Abschneiden des Drahtes sowie Füllen und Ablassen des Wasserbades.

  • Höchste Qualität bei gleichzeitig kurzen Durchlaufzeiten wichtiger denn je

    Warum er sich beim Drahtschneiden für Tebis entschieden habe, fragen wir. „Seit über 16 Jahren erstellen wir unsere Fräsprogramme mit Tebis", erzählt Björn Alber. „Die guten Ergebnisse, die wir beim Fräsen erzielt haben, und die Vorteile, durchgängig mit einem System zu arbeiten, spielten dabei natürlich eine große Rolle". Doch die bisherige Zufriedenheit mit dem System war nicht der einzige Grund für die Anschaffung. So wird beispielsweise das automatische Kontrollsystem Power-Master PM4, über das während der Bearbeitung die optimalen Generatoreinstellungen ermittelt und angepasst werden können, komplett vom System unterstützt. Und auch sonstige Maschinen-Parameter lassen sich, wie für alle marktgängigen Steuerungen, direkt im Programm individuell konfigurieren. Vor allem überzeugt die Software aber insgesamt durch ihren hohen Automatisierungsgrad und den Leistungsumfang. „Das ist genau das, was ich brauche, um meine Drahtschneid-Prozesse zu optimieren“, so Björn Alber. Und tatsächlich: Die Vorlagentechnik gewährleistet ein hohes Maß an Prozesssicherheit. Alle Kontur-Eigenschaften wie An- und Abfahrt, Interpolation oder Verrundung lassen sich zu komplexen Vorlagen zusammenfassen. Einmal festgelegt, müssen in der Regel nur noch Bohrloch und Kontur definiert werden – den Rest erledigt Tebis. „Schnelle Programme und kurze Maschinenlaufzeiten bei hoher Qualität und Präzision sind ein absolutes Muss“, sagt Björn Alber. Auch die von Tebis vorgegebenen Strategien sind sehr hilfreich: „Wir greifen in der Regel auf zwei der vorgegebenen Bearbeitungsstrategien zurück, die wir gegebenenfalls geringfügig anpassen“, wird uns erklärt. Das Schöne daran: Es bleiben genügend Eingriffsmöglichkeiten, um spezielle Kundenwünsche zu berücksichtigen. Ein besonderes Plus der Tebis Software: die Qualitätsdatenbanken sind direkt im System hinterlegt. Die Programme, die an die Maschine ausgegeben werden, sind folglich bereits mit Qualitäten in beliebigen Höhen und Qualitätsstufen ausgestattet. Der große Vorteil: Nachträgliches Editieren der Programme an der Maschine entfällt völlig. Praktisch ist dabei natürlich auch, dass sich konische und zylindrische Schnitte mit unterschiedlichen Schnittfolgen in einem einzigen Programm zusammenfassen lassen.

  • Kurze Einarbeitungszeit dank effektiver Software

    Und wie sieht es mit der Bedienfreundlichkeit des Systems aus? „Der Kollege war begeistert, als er bereits nach kurzer Einarbeitungszeit bei Präzisionsformteilen genau die richtige Passgenauigkeit erzielen konnte und das Ergebnis auch gleich in der Praxis gesehen hat – und dies bei engsten Toleranzen“, erzählt uns der Jungunternehmer. Dies ist natürlich nicht zuletzt auf den logischen Aufbau der Software zurückzuführen: auch der weniger erfahrenen Anwender wird sicher und strukturiert durch die einzelnen Schritte der Prozesskette geführt, bis hin zu effektiven NC-Programmen. „Schön ist, dass wir direkt auf dem 3D-Datensatz fertigen können. Tebis erkennt bekanntlich komplexe Konturen und nutzt dabei sämtliche Flächeninformationen“. Die Grenzen des Systems sind dabei allerdings noch lange nicht ausgeschöpft: Die Mitarbeiter der Firma sind gespannt, was sie auf ihrer nächsten Schulung bei Tebis Consulting alles über den Umfang der Software erfahren werden.

    Das auf der Maschine aufgespannte Bauteil.

  • Integriertes CAD/CAM-System

    Als besonders vorteilhaft erweist sich auch, dass der Programmierer jederzeit auf ein komfortables CAD-System zugreifen kann: „Die Tebis-Drahtschneid-Station ist bei uns direkt neben der Maschine aufgestellt. Der Programmierer liest die Kundendaten ein und kann dank der umfassenden Analysefunktionen alle notwendigen Informationen direkt am Bauteil abgreifen. Anschließend erstellt er das Drahtschneid-Programm selbstständig und gibt es direkt an die Maschine aus.“ Und der Datenaustausch mit anderen Systemen? „Verläuft reibungslos“, so Herr Alber, „CATIA V5-Daten zum Beispiel können wir problemlos einlesen und weiterverarbeiten“. Und: die für das Drahtschneiden ausgegebenen Geometrien stehen für weitere Konstruktions- und Fertigungs-Prozesse zur Verfügung.

  • Flexibilität und kurze Reaktionszeiten

    Abgesehen vom hohen Leistungsvermögen der Tebis Drahtschneid-Software ist natürlich die Möglichkeit, sämtliche Schritte der Prozesskette innerhalb eines Systems durchführen zu können, für Kunden und Unternehmer gleichermaßen von größtem Nutzen. „Immer wieder machen wir die Erfahrung, dass unsere Kunden mit der Arbeit ihrer Partner im Ausland nicht zufrieden sind und die Aufträge kurzfristig zurück nach Deutschland verlagert werden. Der zeitliche Spielraum ist dann natürlich sehr eng“, erklärt Herr Alber. Ein breites Spektrum bei gleichzeitiger Fertigungseffizienz ist dabei wichtiger denn je. Zusammen mit seinem hochmotivierten Team kann Björn Alber nun noch flexibler und schneller auf komplexe Anforderungen reagieren: „Wir sind jetzt auch auf kombinierte Fräs- und Erodieraufgaben bestens vorbereitet“.

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Zitat

Schön ist, dass wir direkt auf dem 3D-Datensatz fertigen können. Tebis erkennt komplexe Konturen und nutzt dabei sämtliche Flächeninformationen.

Steckbrief

Schwerpunkt:

Durchgängigkeit beim Drahtschneiden

Vorteile:

  • Einfach bedienen
  • Prozesssicherheit erhöhen
  • Leistungsumfang ausweiten

Branche:

Werkzeugbau

Firma:

Karl Alber Werkzeugbau e.K

Standort:

Leinfelden-Echterdingen, Deutschland

Interviewpartner:

Björn Alber

Position:

Geschäftsführer

Erschienen:

2006

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