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Wettbewerbsfähig im Formenbau

Technologisch anspruchsvolle Projekte in höchster Qualität für maximale Kundenzufriedenheit bearbeitet der Tebis Kunde SFR Formenbau mit moderner Ausrüstung und motivierten Mitarbeitern. Wer so aufgestellt ist, braucht Konkurrenz aus Billiglohnländern nicht zu fürchten.

SFR Formenbau GmbH im schwäbischen Reutlingen beschäftigt 56 Mitarbeiter, die für die Branchen Automotive, Elektrohandgeräte und Medizintechnik tätig sind. Wie positiv sich dieser Formenbau in den vergangenen Jahren entwickelt hat, erklärt Thomas Deuschle, Technischer Leiter des Unternehmens: „Vor etwa 2 Jahren haben wir das erste 2K-Werkzeug an einen zufriedenen Kunden geliefert. Mittlerweile sind 3K-Werkzeuge bei uns Standard und demnächst werden wir die ersten 4K-Werkzeuge in Angriff nehmen.“ Denn bei komplexen Projekten, die vom Kunden entsprechend honoriert werden, liegt die Stärke von SFR Formenbau. Noch ein Beispiel für die Qualität der hergestellten Spritzgussformen: ein 3K-Werkzeug für Gehäuseschalen lieferte in der Erstbemusterung beim Kunden bereits nach 2 Stunden montagefertige Teile. Auch durch den konsequenten Einsatz der Tebis CAD/CAM-Systeme hat man sich in der Branche einen guten Namen gemacht. Dies erstreckt sich von der Elektrodenkonstruktion über Simulatoren bis hin zum Tebis NC-Viewer, der die Maschinenbediener mit Informationen versorgt. Dazu später mehr.

  • Modernste Maschinentechnik

    Herzstück der Werkstatt ist eine HSC-Fräsmaschine Röders RXP 800 DS, die Ende 2007 in Betrieb genommen wurde. „Bereits nach 3 Monaten waren wir mit dieser Maschine voll produktiv, obwohl wir vorher keinerlei Erfahrung mit HSC-Bearbeitung hatten“, berichtet Thomas Deuschle. Die Maschine hat 52 Werkzeuge im internen Wechsler und weitere 52 Werkzeuge sowie 36 Werkstückpaletten im externen Werkzeug- und Palettenwechsler. Voll automatisiert kann so tagsüber überwiegend Stahl und nachts Graphit bearbeitet werden. Die 2-schichtige Bedienung sowie ein Dienstplan zum Paletten- und Werkzeugwechsel am Wochenende, sorgen dafür, dass die automatisierte Röders nicht stehen bleibt. Die jährliche Laufzeit beträgt zwischenzeitlich über 6.000 Stunden.

  • Schnelle NC-Programmierung mit Schablonen

    Klar, dass diese Maschine einen hohen Bedarf an NC-Programmen hat. Und hier kommen wir zur Domäne von Thomas Andres, der bereits seit 13 Jahren mit Tebis CAD/CAM-Systemen arbeitet, seit 2 Jahren bei SFR ist und dort den Bereich CAD/CAM leitet. „In der NC-Programmierung setzen wir voll auf die NC-Job-Technologie von Tebis“, erklärt Thomas Andres. Mit der NC-Job-Liste lassen sich die Erfahrungen aus einem Projekt schnell und einfach auf das nächste Projekt übertragen. Dies zeigte sich unlängst sehr eindrucksvoll als man den Zuschlag für eine Serie von 3 Gehäuseschalen bekam. „Wir konnten die komplette NC-Programmierung der Form für eine erste Gehäusehälfte zunächst auf die andere Gehäusehälfte und später auf die beiden weiteren Gehäuse übertragen“, so Thomas Andres. Anschließend mussten jeweils nur noch wenige Bearbeitungen geändert und ergänzt werden, um die drei Spritzgussformen fertigzustellen. „Der Effizienzgewinn durch den konsequenten Einsatz dieser richtungsweisenden Technologie war gewaltig“, bekräftigt Thomas Andres. „So schaffen wir einen industrialisierten Formenbau bei Losgröße 1“. Das Zusammenspiel zwischen NC-Programmierern und Maschinenbedienern ist vorbildlich. „Bei uns werden neue NC-Programmierer aus dem Kreis der Maschinenbediener herangezogen“, berichtet Thomas Andres. „Denn hier findet man schließlich das größte Know-how über Zerspanung.“ Die NC-Programmierer nutzen bereits während des Programmierens den Tebis Simulator. Anschließend werden die NC-Programme geprüft und ausgegeben. Mit dem Tebis Viewer, der neben der Maschine steht, werden die Informationen zu den Bearbeitungen papierlos übermittelt. Alle benötigten Angaben über Aufspannung, Bearbeitungsreihenfolge, Werkzeuge oder Laufzeit findet der Maschinenbediener dort kompakt zusammengefasst und stets aktuell.

    Im Werkzeug- und Palettenmagazin warten einige Graphit-Rohteile auf ihre Bearbeitung, während andere bereits fertig gefräst entnommen werden können.

  • Erfahrung mit vielen Elektroden

    Zur Fertigung der Formen benötigt SFR vielfältige Elektroden, von einfachen Rippen bis hin zu komplexen Strukturelektroden. Letztere erodieren die komplette Sichtseite eines Bauteils in einem Zug, um die gewünschte Oberflächenstruktur zu erhalten. Bei der Fräsbearbeitung dieser Elektroden wird besondere Sorgfalt angewendet. Schon die kleinste Unregelmäßigkeit würde ein Abbild im Spritzguss-Bauteil hinterlassen. Die gesamte Elektrode muss mit der gleichen Fräsrichtung bearbeitet werden, die der Senkerodierer vorgibt, der mit seiner Erfahrung weiß, worauf es ankommt. Bei Elektroden für komplexe Verrippung und Funktionselemente innerhalb der Bauteile setzt SFR konsequent auf eine Strategie: Die Elektroden werden möglichst klein und einfach ausgelegt. Dies senkt die Fräs- und Erodierzeiten. Dafür sind einerseits NC-Schablonen definiert, so dass die Fräsprogramme zur Fertigung der Elektroden auf Knopfdruck entstehen. Andererseits lässt sich die Erodierstrategie hinsichtlich Auslenkung und Stromstärke immer optimal auf die aktuell zu fertigende Kavität anpassen. Ebenso kann auf diese Art an einzelnen Erodierpositionen korrigiert werden, bis die gewünschte Toleranz erreicht ist. Auch im Falle von Änderungen ist man so wesentlich flexibler. Thomas Andres verdeutlicht dazu: „Die große Anzahl der dabei entstehenden Elektroden lässt sich mit der Elektrodenverwaltung von Tebis leicht beherrschen.“

    Diese Strukturelektrode wird über die ganze Fläche in einer Richtung abgezeilt, um ein völlig gleichmäßiges Oberflächenbild nach dem Erodieren zu erhalten.

  • Mit Tebis V3.4 noch produktiver

    SFR konnte während einer dreiwöchigen Pilotphase die neue Tebis Version 3.4 bereits ausprobieren. „Wir sind sehr froh, dass die für den Formenbau relevanten Software-Bausteine von Tebis jetzt nahtlos in einer Anwendung zur Verfügung stehen“, fasst Thomas Andres seine bisherigen Erfahrungen mit der neuen Version zusammen. „Außerdem bekommen wir zahlreiche neue Möglichkeiten, mit denen wir noch effektiver fertigen können.“ Zum Abschluss bekräftigt Thomas Deuschle die Absicht den Formenbau bei SFR weiter auszubauen: „Zur Zeit warten wir auf eine neue Senk-Erodiermaschine, eine neue Fräsmaschine sowie eine neue Draht-Erodier-maschine. Auch weitere Tebis-Lizenzen sind fest geplant.“ Dabei steht ein Ziel immer im Vordergrund: schnell und genau zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

    Bei der komplexen Kinematik mit Drehschwenktisch gibt der Tebis Simulator Sicherheit, was bei den zahlreichen unterschiedlich angestellten Restmaterialprogrammen deutlich wird.

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Zitat

In der NC-Programmierung setzen wir voll auf die NC-Job-Technologie von Tebis.

Steckbrief

Schwerpunkt:

Konsequent standardisiert programmieren und fertigen

Vorteile:

  • NC-Programme schneller erstellen
  • Aktuelle Informationen in der Werkstatt
  • Mannlos fertigen, flexibel arbeiten

Branche:

Formenbau, Konsumgüter

Firma:

SFR Formenbau GmbH

Standort:

Reutlingen, Deutschland

Interviewpartner:

Thomas Deuschle, Thomas Andres

Position:

Technischer Leiter, Bereichsleiter CAD/CAM

Erschienen:

2008

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