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Tebis CAD/CAM-Software: Neue Version 4.0 Release 4

Tebis präsentierte neues Release 4 der aktuellen Version 4.0 auf der Moulding Expo

05/30/2017

Tebis, Prozessanbieter für die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Modellen, Formwerkzeugen und Komponenten zeigte auf der Moulding Expo 2017 erstmals das neue Release 4 der aktuellen Tebis Version 4.0. Das Release enthält wieder über 60 neue und verbesserte CAD- und CAM-Funktionen, die den Werkzeug-, Modell- und Formenbauern die Arbeit erleichtern. Einige der wichtigsten Verbesserungen sind im folgenden zusammengefasst.

Konstruktion

Nichts ist so beständig wie Änderungen. Um die Änderungsbereiche besser erkennen und eingrenzen zu können, erzeugt Tebis während des Bauteilvergleichs entsprechende Bereichskurven. Mit diesen lassen sich schnell konstruktive Maßnahmen einleiten oder neue NC-Programme für geänderte Bereiche berechnen.

Eine neue Funktion erzeugt überschlagsfreie Verschiebeflächen unter definierten Winkeln aus beliebigen Kurven. Alle Selbstüberschneidungen, die insbesondere bei scharfen Kanten und kleinen Krümmungsradien entstehen würden, werden automatisch herausgefiltert und durchgeglättet. Diese Flächen sind ideal für Bauteiltrennungen im Formenbau sowie Messerflächen und Umrisse im Umformwerkzeugbau. Wie bei Tebis üblich, lassen sich die Länge und Winkel der Fläche bequem mit Ziehpfeilen grafisch interaktiv anpassen.

Um den Aufwand bei der Wirkflächenaufbereitung weiter zu reduzieren, lassen sich Umrissflächen jetzt mit einen definierten Winkel rücksetzen. Auch hierbei werden Überschneidungen sogar bei sehr kleinen Radien automatisch vermieden. So entstehen die Flächen für die Fräsbearbeitung oder zum Drahtschneiden im Handumdrehen.

Bei der Flächenverformung können jetzt auch Bauteile zusammen mit komplexesten Beschnittkurven automatisch verformt werden. Dabei bleibt die Geometrie der Originalkurven vollständig erhalten und die Farbeigenschaften werden 1:1 übernommen.

Mit der neuen Inventor-Schnittstelle lassen sich Geometrie- sowie auch Strukturinformationen aus diesem CAD-System verlustfrei importieren.

Fertigung

Im CAM-Bereich wurde beispielsweise das Tiefbohren noch besser auf die Unterstützung einer automatisierten Berechnung und Bearbeitung ausgerichtet. Dazu gibt es jetzt einen neuen Werkzeugtyp mit einem erweiterten Satz von Schnittwerten mit speziellen, für das Tiefbohren benötigten Drehzahlen, Vorschüben, Kühlungsarten und Tiefenabschnitten. Somit lassen sich diese Werte für jedes einzelne Werkzeug separat verwalten.

Passend zu diesem Werkzeugtyp gibt es eine neue Bearbeitungsfunktion, die die speziellen Anforderungen des Tiefbohrens, wie Einfädeln, Durchdringungen von Bohrungen oder Beschleunigungsrampen perfekt beherrscht. Das automatisierte Tiefbohren auf der Basis von im Bauteil hinterlegten Bohrungsinformationen vereinfacht sich damit noch weiter.

Beim 5 Achsen Fräsen wurde das Definieren von Werkzeugwegen weiter vereinfacht und der Bedienkomfort der Funktionen erhöht. Dafür wurden Optionen zur schnellen Vektorglättung und zur anstellungsoptimierten Berechnung von Werkzeugwegen auch ohne manuelle Definition von Vektoren hinzugefügt.

Bei der Verwendung von Tonnenfräsern lässt sich der Werkzeug-Kontaktpunkt jetzt besser steuern – angepasst an die jeweilige Bauteilsituation. Bei diesen Werkzeugen, die sich besonders für die Bearbeitung von Kavitäten eignen, ist es oftmals besser erst mit etwas größerer Neigung mit einem Werkzeug-Kontaktpunkt zu beginnen, der näher an der Schneidenspitze liegt. Anschließend kann dann die Neigung verkleinert werden, um die Werkzeugabnutzung zu optimieren. Am Taschenboden kann die Neigung vergrößert werden, bis die Schneidenspitze (Kugel) genau die Verrundung zwischen Flanke und Boden berührt. Dies entfernt das Restmaterial am Flankenende.

Für das 5-Achsen-Beschnittfräsen und -Laserschneiden wurde die Spantenkonstruktion von Aufspannvorrichtungen komplett überarbeitet und es stehen weitere Formelemente für die Bearbeitung zur Verfügung. Das Spantenlayout lässt sich außer in einem X-Y-Raster jetzt auch frei über Linien vorgeben. Um die Flexibilität und den Automatisierungsgrad weiter zu erhöhen, wurden die Möglichkeiten der automatischen Elementselektion und der Vorlagenverwaltung erweitert. Neue Formelemente wie Dreieck, Fünfeck, Sechseck und Schlüsselloch garantieren eine zeitoptimierte Bearbeitung auf der Maschine. Änderungen lassen sich schnell und komfortabel einbringen.

Um mit allen Technologien die schneller und sicherer zum NC-Programm zu kommen, kann sowohl die Kollisionsprüfung als auch die Laufzeitermittlung jetzt automatisch nach der Berechnung der NC-Bahnen gestartet werden. So wird die automatisierte NC-Programmierung noch einfacher.

Roboter und neue Technologien

Auch für die Bearbeitung mit Robotern bietet Tebis Version 4.0 Release 4 neue Möglichkeiten. So lassen sich zusätzliche Achsen in Roboterzellen nun auch als Simultan-NC-Achsen betreiben, beispielsweise, wenn der Roboter auf einer Positioniereinheit montiert ist. Hierbei ist es besonders praktisch, den Roboter mit den Linearachsen permanent so zu positionieren, dass der Arm im optimalen Arbeitsbereich eingesetzt wird. Mit der neuen bauteilgeführten Roboterbearbeitung kann jetzt ein Werkstück vom Roboter an einem fix in der Roboterzelle positionierten Werkzeug entlang geführt werden.

Mit der Unterstützung der Technologien Laserhärten und Laserauftragsschweißen wird das Spektrum von Tebis auf weitere Anwendungsfelder ausgedehnt. Beide Technologien finden mehr und mehr Verwendung im Werkzeug- und Formenbau. Da ist es von großem Vorteil, diese gemeinsam mit dem Zerspanen und weiteren formgebenden Verfahren in einer umfassenden Programmierumgebung bearbeiten zu können.


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