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5-Achsen Simultanfräsen – lohnt sich das?

Wie bei keiner anderen Frästechnik entstehen bei der 5-achsigen Simultanbearbeitung auf modernen Hochleistungsmaschinen schnell und effizient hochwertige Oberflächen. Dennoch bevorzugen viele Werkzeug-, Formen- und Maschinenbauer die Fertigung mit festen Stellachsen. Der simultanen Mehrseitenbearbeitung stehen sie eher kritisch gegenüber. Sind die Bedenken gerechtfertigt?

Die Vorteile des 5-achsigen Simultanfräsens sind bekannt: Das zeitaufwändige Umspannen entfällt, es lassen sich kürzere und stabilere Werkzeuge einsetzen, die Schnittbedingungen sind konstant. Dennoch wollen sich viele Unternehmen nicht so recht auf die 5-achsige simultane Mehrseitenbearbeitung einlassen. Zu den häufig gehörten Argumenten in diesem Zusammenhang gehören etwa: „Die Maschinen sind zu teuer“, „die Bauteile passen nicht oder lassen sich 3-achsig mindestens genauso gut fertigen“, „die NC-Programmierung ist viel zu kompliziert“… – Faktisch bedeutet dies: Selbst wenn 5-Achsen-simultan Fräsmaschinen fester Bestandteil des Maschinenparks sind, bleibt die Fertigung oft weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.

HPC- und Kreissegmentfräser im Einsatz. Schablonentechnologie hilft bei der CAM-Programmierung.

Viele sehen Optimierungspotenzial

Tebis hat 162 Firmen aus den Branchen Werkzeug-, Formen- und Maschinenbau gefragt, ob sie mit 5-Achsen-simultan Fräsmaschinen fertigen und ob sie glauben, die Potenziale dieser teuren Hochleistungsmaschinen komplett auszuschöpfen. 21 Befragte gaben an, dass sich diese Maschinen für ihr Bauteilspektrum nicht lohnen. Drei planten den Erwerb einer solchen Maschine. Besonders erstaunlich: Von den 138 Befragten mit 5-Achsen-simultan Fräsmaschinen sagten nur 37, dass sie die Potenziale der Maschinen voll ausnutzen. Die überwiegende Mehrheit, nämlich 101 Befragte, sahen durchaus noch Optimierungspotenzial.

5-Achsen Simultanfräsen – die Software in der Pflicht

Warum tun sich viele Unternehmen mit dem 5-Achsen Simultanfräsen so schwer? Das fehlende Know-how der Mitarbeiter ist sicherlich einer der am häufigsten genannten Gründe. Hier ist die Software in der Pflicht. Denn es kann nicht Ziel sein, viel Geld in die Ausbildung eines speziellen Fachpersonals zu stecken. Vielmehr muss die Programmierung so einfach sein, dass jeder NC-Programmierer alle Bearbeitungen – gleich ob 2,5D, 3+2-achsig oder 5-achsig simultan – schnell und immer auf die gleiche Weise programmieren kann.

Deshalb hat Tebis seine 5-Achsen Frästechnologie in den letzten Jahren Schritt für Schritt umgebaut, vereinfacht und erweitert. Die NC-Programmierung ist heute bei allen Bearbeitungsarten weitgehend identisch. Die Basis bilden immer Schablonentechnologie und automatisierte NC-Programmierung. Der NC-Programmierer muss keine Leitkurven oder Steuerflächen konstruieren. Mehrere Flächen lassen sich ohne Abhebebewegungen durch einfache Selektion in einem Zug bearbeiten. Und selbst bei komplexen Geometrien helfen intelligente Aufbereitungsfunktionen. Das 5-achsige Simultanfräsen lohnt sich übrigens auch bei hinterschnittfreien Bauteilen.

Besonders effizient ist das 5-achsige Fräsen in Kombination mit modernen Hochleistungswerkzeugen wie HPC-Fräsern zum Schruppen und Kreissegmentfräsern zum Schlichten.

Text: Helmut Vergin, Produktmanager bei Tebis

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