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Rippen und Nuten für die NC-Programmierung aufbereiten

Wir schlichten Rippen mit einem Formfräser oder schruppen sie vor. Diese Geometrien sind in einem komplexen Bauteil nicht auf Anhieb zu erkennen und müssen zuerst sehr zeitauwendig aufbereitet werden. Lässt sich das nicht irgendwie vereinfachen?

Ja. Die Analyse- und Aufbereitungsfunktion „NCPrep / Slot“ erkennt automatisch Bereiche, die für die Rippen- und Nutenbearbeitung geeignet sind. Anschließend lassen sich die entsprechenden Werkzeugwege mit der speziell auf die Bearbeitung von Rippen und Nuten abgestimmten Funktion „NC3ax / MSLOT“ erzeugen.

So wird´s gemacht

1.

Wählen Sie die Funktion „NCPrep / Slot“.

2.

Die Maske „Parameter“ öffnet sich. Selektieren Sie die Elemente, die für die Nutenbearbeitung in Frage kommen.

3.

Klicken Sie die Schaltfläche „Anwenden“. Die Maske „Nuten aufbereiten“ öffnet sich.

4.

Analysieren Sie die Geometrie. Geben Sie dazu im Bereich „Bauteilflächen automatisch zuordnen“ die Kriterien an, die erfüllt sein müssen, damit eine Nut als solche erkannt wird.

5.

Drücken Sie die Schaltfläche „Berechnen“. Die Flächen des Bauteils werden analysiert und in einzelne Kategorien, wie Boden und Flanken, aufgeteilt und entsprechend farblich markiert.

Hinweise

Sollten einmal nicht alle Flächen automatisch erkannt werden, haben Sie zwei Möglichkeiten. 

  • Sie können die Kriterien ändern und die Analyse erneut durchführen
  • Sie können die fehlenden Flanken manuell selektieren. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche „Manu“, aktivieren Sie das Feld „Flanken“ und selektieren Sie die fehlenden Flankenflächen.
6.

Drücken Sie die Schaltfläche „Nutenzüge definieren“, um auf Basis der erkannten Elemente im nächsten Schritt Nutenzüge zu erzeugen. Ein Nutenzug ist ein zusammenhängender Flächenverbund, der sich in einem Schritt bearbeiten lässt.

7.

Wählen Sie im Feld „Elemente“ eine Fläche, die bei der Analyse als Element einer Nut erkannt wurde. Das System erkennt auf Basis des selektierten Elements alle Elemente, die sich zu einem Nutenzug zusammenfassen lassen.

8.

Drücken Sie die Schaltfläche „Neuen Nutenzug erstellen“, um weitere Nutenzüge anzulegen.

9.

Erzeugen Sie nun Mittenkurven. Mit Hilfe von Mittenkurven lässt sich ein optimal an die Geometrie angepasstes Bahnlayout erzeugen, auf dessen Basis sich das Material sehr schnell abgetragen wird. Drücken Sie dazu die Schaltfläche „Mittenkurven für ausgewählte Nutenzüge berechnen". Die Maske „Nutenmittenkurven" öffnet sich.

10.

Falls Schließflächen vorhanden sind, sollten Sie diese für die Bearbeitung nutzen. Die oberen Mittenkurven werden dann nicht auf eine Ebene, sondern auf diese Elemente projiziert. So werden unnötige Bewegungen in der Luft vermieden. Wählen Sie dazu in der Auswahlliste die Option „auf Schließfläche“ und selektieren Sie im Feld „Schließfläche“ die entsprechenden Elemente.

11.

Bestätigen Sie Ihre Eingaben. Die Mittenkurven werden erzeugt. Die Maske „Nuten aufbereiten“ öffnet sich erneut.

12.

Um die Nutenzüge zu speichern, drücken Sie nun die Schaltfläche „OK“. Die Maske „Änderungen bestätigen“ öffnet sich. Wählen Sie aus, welche Elemente gespeichert werden sollen.

13.

Bestätigen Sie Ihre Eingaben. Jeder Nutenzug wird mit seinen Mittenkurven standardmäßig auf einem eigenen Layer abgelegt. Der große Vorteil dabei ist, dass sich die Elemente so bei der späteren NC-Programmierung optimal für die automatische Elementauswahl nutzen lassen.

Hinweise

Rufen Sie bei der Funktion  „NCPrep / Slot“ die kontextsensitive Hilfe auf, um nähere Informationen zur Aubereitung geeigneter Geometrien für die Rippen- und Nutenbearbeitung zu finden.


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