Die Version 4.0 Release 8, die Anfang Dezember ausgeliefert wird, bietet zahlreiche neue und überarbeitete Funktionen. Stichworte sind die indexierte Kollisionsvermeidung, die erweiterte Aggregatebibliothek, der vereinfachte Featurescanner, das verbesserte 5-achsige simultane Ausweichfräsen, die komfortable Maschinensimulation und vieles mehr. Auch in puncto CAD hat sich einiges getan: Die Flächenrückführung geht nun mit mehr Automatisierung leichter und schneller von der Hand.
Wir bieten Ihnen drei Webinare zur Tebis Version 4.0 Release 8 an. Erfahren Sie von unseren Produktmanagern Franziska Siegrist und Fabian Jud, wie Sie von den Neuheiten und Verbesserungen unserer Software profitieren.
Als Basis für die Flächenrückführung erstellen Sie aus Scandaten ein Drahtmodell, aus dem wiederum ein Flächenmodell erzeugt wird. Mit der neuen Tebis Version 4.0 Release 8 lässt sich dieses Flächenmodell nun automatisierter und komfortabler erstellen. Wenn das Flächenmodell auf die ursprünglichen Scandaten referenzieren soll, nutzen Sie dazu die neue Funktion "BRep/Top/Approx". Wenn Sie sich nur am Drahtmodell orientieren möchten, nutzen Sie die Funktion "BRep/Top/Fill".
Sie selektieren das Drahtmodell, anschließend werden die Flächen im Hintergrund automatisch berechnet.
Wenn Sie die neue Option "Anzeige/Kompakt" wählen, werden zudem alle Flächen einfarbig als Vorschau dargestellt. So lässt sich die Oberflächenqualität auf einen Blick beurteilen. Diese Farbe können Sie im Vorfeld festlegen.
Wenn konstruierte Designkurven bei der Flächenrückführung nicht verändert werden sollen, haben Sie die Möglichkeit, diese Kurven mithilfe der Funktion "Edges konfigurieren" zu fixieren.
Vom Drahtgerüst zum Flächenmmodell.
Mit der neuen Release stehen variable Bohrbuchsen und Bohrbuchsenhalter als Maschinenkomponenten in der Aggregatebibliothek zur Verfügung. Sämtliche Komponenten hochmoderner Tiefbohrmaschinen sind nun durchgängig als digitale Zwillinge im System hinterlegbar. Dadurch lassen sich NC-Programme für 5-Seiten-Tiefbohrbearbeitungen mit der NCJob-Funktion „MDeep2“ ohne Einschränkungen hochautomatisiert erzeugen.
Die integrierte Simulation gewährleistet Kollisionssicherheit noch vor der NC-Ausgabe. Auch Fahrverhalten und Wechsel von Bohrbuchsen und Bohrbuchsenhaltern werden absolut exakt in der virtuellen CAM-Umgebung simuliert.
Features, die bereits mit dem Bauteil verknüpft sind – weil sie über Schnittstellen eingelesen wurden oder weil das Bauteil zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal gescannt worden ist – werden während des Scanvorgangs berücksichtigt und müssen nicht erneut eingefügt werden.
Sehr komfortabel ist zudem die neue Funktion „Auto“: Das Bauteil wird vollständig und ohne Unterbrechung gescannt, eindeutige Features werden automatisch eingesetzt. Wenn für eine Bearbeitung mehrere Features infrage kommen, können Sie die entsprechenden Bereiche nach dem Scannen gezielt anspringen und das gewünschte Feature auswählen.
Der gesamte Ablauf im Video.
Profilkonturen für die Drehbearbeitung lassen sich nun mit der überarbeiteten Funktion „Profile“ absolut exakt aus der 3D-Bauteilkontur ableiten. Auch Kreise werden eins zu eins abgebildet. Die Folgerohlinge sind präziser, ohne dass die Profilkontur konstruktiv aufbereitet werden muss.
Mit einer neuen Unterstrategie in der Funktion „NC2ax/MCont“ für die stechende Bearbeitung zerspanen Sie hocheffizient entlang von Kurven und Konturen. Die Bearbeitungszeit auf der Maschine reduziert sich erheblich. Zudem ist dieses Verfahren sehr materialschonend: Die Maschinenspindel wird durch die Bearbeitung in axialer Richtung weniger belastet. Wälzende und stechende Bearbeitungen lassen sich einfach kombinieren, so dass Sie die Vorteile beider Strategien voll ausnutzen.
Die Funktion „NC3ax/RFill“ für die Restmaterialbearbeitung bietet mit der indexierten Anstellungsermittlung eine neue, sehr komfortable Strategie zur Kollisionsvermeidung: Diese erkennt und verbindet automatisch Fräsbereiche, die sich mit derselben Anstellung kollisionsfrei fertigen lassen. Die entsprechende Anstellung wird ebenfalls automatisch berechnet. Bereiche, die nicht kollisionsfrei gefertigt werden können, werden deaktiviert und sind im Fortsetzungsjob selektierbar. Natürlich bleiben Sie vollkommen flexibel und können die Fräsbereiche auf Wunsch auch manuell unterteilen.
Somit verkürzt die indexierte Kollisionsvermeidung die Bearbeitungszeiten und erhöht die Oberflächenqualität. Sie empfiehlt sich zum Beispiel für Mehrachsenmaschinen, die sich aufgrund ihrer Dynamik nicht für eine 5-achsige Simultanbearbeitung eignen.
Im Video: Indexierte Bearbeitung mit automatischer und manueller Bereichsaufteilung.
Die Funktion zum 5-achsigen simultanen Ausweichfräsen ist umfassend verbessert worden. Wenn sich bei einem mit der Kollisionsvermeidungsstrategie „3zu5Achs“ berechneten NCJob bestimmte Fräsbereiche nicht kollisionsfrei fertigen lassen, so werden diese automatisch deaktiviert.
Im Bild links: Alle Bereiche werden berechnet und auf Kollision geprüft.
Im Bild rechts: Bereiche, die sich 3-achsig oder mit 5-achsigen simultanen Ausweichfräsen kollisionsfrei fertigen lassen, werden bearbeitet. Bereiche, die sich nicht kollisionsfrei fertigen lassen, können im Fortsetzungsjob bearbeitet werden.
Zudem ist das Schwenkverhalten des Werkzeugs optimiert worden. Das Werkzeug weicht erst dann 5-achsig simultan aus, wenn es bei einer 3-achsigen Bearbeitung tatsächlich zur Kollision kommen würde.
Alle Neuheiten zum 5-achsigen simultanen Ausweichfräsen im Video.
Mit der Funktion „NC5ax/MBurring“ lassen sich nun auch Kanten, die im Raum nicht auf einer Ebene liegen, mit Kegelfräsern automatisiert mehrachsig simultan entgraten. Außerdem können Sie gezielt auswählen, ob Sie das Bauteil im Gleichlauf, im Gegenlauf oder pendelnd bearbeiten möchten. Zudem ist die Bearbeitung scharfer Kanten und Ecken optimiert worden.
Ein echtes Highlight für den Maschinenbediener ist die erweiterte NC-Ausgabe. Wenn das Optionskästchen „Ebenen uniform“ in der Funktion „NC2AX/Mill/MPlan“ aktiviert wurde, kann er die Schnitttiefe, die Gesamttiefe oder den Bezugspunkt nach der NC-Ausgabe manuell editieren und so auf die Eingriffstiefe und Position des Werkzeugs abstimmen. Natürlich ist diese Funktionalität aus Gründen der Prozesssicherheit nur eingeschränkt verfügbar.
Die Möglichkeit, das NC-Programm zu editieren, bietet sich vor allem in der Teilefertigung an, wenn Aufmaß und Materialeigenschaften der Rohteile nicht genau bekannt sind.
In der Funktion zur „NC3ax/RPlan“ können Sie nun auswählen, mit welchem Vorschub helixförmig zwischen den Bearbeitungsebenen zugestellt werden soll. Dieser „Nachschruppmodus“ beschleunigt die Schruppbearbeitung und sorgt für höhere Werkzeugstandzeiten. Auf Wunsch lässt sich festlegen, welche Verbindungslänge für diese spezielle Schruppbearbeitung nicht überschritten werden darf.
Für Komplettwerkzeuge ermitteln Sie die Einsatztiefe nun sehr einfach per Knopfdruck. Der Schneidendurchmesser wird in Richtung der Werkzeugachse gelotet. Die Höhe des Schnittpunkts von Lotkurve und Schaftkontur ergibt die Einsatztiefe.
Sie möchten Ihre Bearbeitung vollständig simulieren, ohne dass die Simulation bei jedem möglichen Konflikt anhält? Dann akzeptieren Sie diese Konflikte einfach in der Konfliktliste des vollständig geprüften NC-Programms. Akzeptierte Konflikte werden während der Simulation nicht mehr berücksichtigt.
Selbstverständlich können Sie auch während der Simulation ganz bequem zurück in die Konfliktliste springen und gefundene Konflikte akzeptieren. So behalten Sie stets den Überblick.
Sehen Sie sich den ganzen Ablauf – Konflikte akzeptieren, simulieren, Konflikte akzeptieren – im Video an.
Bei mehrfach aufgespannten Bauteilen werden während der Kollisionsprüfung mit dem CNC-Simulator nun auch Rohteile benachbarter Bauteile vollständig berücksichtigt.
Bilder aus Kommentaren im Arbeitsplan lassen sich nun komfortabel per Drag&Drop umsortieren. Die Reihenfolge wird in die NC-Dokumentation übernommen.
Radien und Winkel für Freischnitte geben Sie nun direkt bei der Spantenkonstruktion vor. So stellen Sie sicher, dass scharfe Ecken an freigeschnittenen Spanten, Bodenplatten und Stegen vermieden werden. Das bringt zwei große Vorteile mit sich: Zum einen lässt sich die gesamte Vorrichtung durch das homogenere Fahrverhalten der Maschine schneller fertigen. Und zum anderen kann der Maschinenbediener die Schnittteile ohne Verletzungsgefahr entfernen.
Je nach Anforderung lassen sich die Parameter individuell optimieren. Beim Laserschneiden beispielsweise kommt man mit kleinen Radien und flachem Winkel zum besten Ergebnis. Für das Beschnittfräsen von Kunststoffen hingegen benötigt der Fräser ausreichend Platz: Große Radien und ein steilerer Winkel können die bessere Wahl sein.
Wir bieten Ihnen drei Webinare zur Tebis Version 4.0 Release 8 an. Erfahren Sie von unseren Produktmanagern Franziska Siegrist und Fabian Jud, wie Sie von den Neuheiten und Verbesserungen unserer Software profitieren.
Alle Neuheiten im Überblick
Datum: 29/11/2019
Ort: Online | Webinar
Uhrzeit: 10:00 Uhr bis 10:45 Uhr
Im ersten von insgesamt drei Webinaren zur Tebis Version 4.0 Release 8 gibt Ihnen Produktmanager Fabian Jud in 45 Minuten einen kompakten Überblick zu den wichtigsten Neuerungen.
Neues aus der CAD-Welt
Datum: 06/12/2019
Ort: Online | Webinar
Uhrzeit: 10:00 Uhr bis 10:30 Uhr
Wenn Sie sich für das Thema "Flächenrückführung" interessieren, ist dieses Webinar ein Muss. Produktmanagerin Franziska Siegrist zeigt Ihnen, was sich in der Tebis Version 4.0 Release 8 getan hat.
Top Highlights CAM
Datum: 13/12/2019
Ort: Online | Webinar
Uhrzeit: 10:00 Uhr bis 10:45 Uhr
In unserem letzten Webinar zur Tebis Version 4.0 Release 8 geht Produktmanager Fabian Jud bei den Top CAM-Themen noch einmal ins Detail. Vieles ist verbessert worden, vieles ist neu.