Title

Description

    Was macht ein modernes CAM-System aus?

    Hochwertige Ergebnisse, automatisierte Abläufe, effiziente Arbeitsprozesse sowie maximale Sicherheit in der Fertigung – die Ansprüche an moderne CAM-Systeme sind hoch. Sich stetig ändernde Marktanforderungen und technische Neuerungen erfordern kontinuierliche Anpassungen der Software. Bei anhaltender Marktkonsolidierung ist das nicht immer selbstverständlich. Was also macht aktuell ein CAM-System aus und worauf kommt es an?

    Viele Teilaspekte einer CAM-Software beeinflussen heutzutage die Effizienz, Qualität und Sicherheit in der Fertigung. Sie kommen in verschiedenen Arbeitsschritten der Prozesskette zum Tragen. Daher zeichnet sich eine moderne CAM-Lösung auch über ihre Durchgängigkeit aus. Das heißt: Ein einziges Software-System kommt bei möglichst allen Arbeitsabläufen von der Konstruktion (CAD) bis zur Fertigung (CAM) und Qualitätsprüfung (CAQ) zum Einsatz – unabhängig davon, ob große Bauteile, komplexe Geometrien oder Serien gefertigt werden.

    Auch sollten möglichst viele Fertigungstechnologien unterstützt werden, wie Fräsen, Drehen, Bohren, Härten und modernste Maschinenkinematiken mit mehreren Achsen bis hin zu Robotern. Mit der CAD/CAM-Software Tebis konstruieren Nutzer 3D-CAD-Modelle für die unterschiedlichsten Fertigungsbereiche und berechnen automatisiert NC-Programme für deren NC-gesteuerte Herstellung und die Qualitätsprüfung. So lassen sich Aufträge von einfachen bis zu hochkomplexen Teilen pünktlich erledigen.

    Durchgängig effizient, hochwertig und sicher

    Die Ein-System-Strategie macht den Fertigungsablauf flüssig, schnell und transparent. Vorteile zeigen sich bereits in der Arbeitsvorbereitung. Statt in der Werkstatt arbeitet der NC-Programmierer im ruhigen Büro am großen Bildschirm. So bleiben zum einen die Maschinen immer produktiv. Zum anderen minimieren sich Fehler, da die Informationen aus dem CAD-Modell direkt und exakt bis zur Maschine durchgeschleust werden. Der Maschinenbediener erhält eindeutige Vorgaben zum Rüsten und zu benötigten Werkzeugen – ohne manuelle Eingaben und Zettelwirtschaft. Alle Daten bleiben von Anfang an in einem System. Das ist effizient, wenig fehleranfällig und standardisiert die Maschinenbedienung.

    Fertigungsumgebung digitalisieren
    Digitalisierung der Fertigungsumgebung: Detailgetreue virtuelle Abbildungen etwa von Maschinen, Werkzeugen, Spannmitteln und Aggregaten werden in das CAD/CAM-System Tebis mit ihren jeweiligen geometrischen und technologischen Eigenschaften integriert. Das bietet mehr Sicherheit, Standardisierung und Automation beim Programmieren und Fertigen.

    Sicher fertigen in digitalisierter Fertigungsumgebung mit digitalisiertem Fertigungswissen

    Viele CAM-Systeme bieten das Arbeiten mit digitalen Zwillingen von Werkzeugen. Moderne Lösungen leisten noch mehr: Sie kennen im Detail die Fertigungsumgebung des Betriebs und haben Zugriff auf dessen individuelles Fertigungswissen. Das sorgt für größere Sicherheit, Standardisierung und Automation beim Programmieren und Fertigen. Systemeigene Bibliotheken beinhalten realgetreue digitale Abbildungen der Maschinen, Steuerungen, Werkzeuge, Spannmittel und Aggregate mit ihren jeweiligen geometrischen und technologischen Eigenschaften.

    Das individuelle Fertigungswissen steckt in Schablonen und Features. Bewährte Methoden stehen so jedem Nutzer schon nach kurzer Einarbeitung zur Verfügung. Im Automatikmodus für verwandte Bearbeitungsaufgaben wählen NC-Programmierer in der virtuellen Umgebung geeignete Maschinen, definieren die optimale Aufspannung und wählen entsprechende Bearbeitungsschablonen. Ein modernes CAM-System wie Tebis wählt daraufhin geeignete und verfügbare Werkzeuge und berechnet optimal auf die Fertigungsumgebung angepasste und kollisionssichere NC-Programme.

    Systemeigene Bibliotheken: NC-Programmierer suchen in der virtuellen Umgebung geeignete Maschinen aus und definieren die optimale Aufspannung. Ein modernes CAM-System wie Tebis wählt geeignete und verfügbare Werkzeuge und berechnet optimal auf die Fertigungsumgebung angepasste und kollisionssichere NC-Programme.

    Integrierte Simulation für höchste Kollisionssicherheit

    Hohe Sicherheit bieten CAM-Lösungen mit integrierter Simulationstechnologie. Solche Systeme bieten schon beim Festlegen der Aufspannung in der virtuellen Maschinenumgebung hohen Realitätsbezug. Anwender prüfen berechnete NC-Programme anschließend in der virtuellen CAM-Umgebung. CAM-Systeme mit integrierter NC-Programmsimulation erkennen bereits beim Berechnen der NC-Bahnen mögliche Kollisionen und Endschalterprobleme und vermeiden sie automatisch zum Beispiel durch Verkleinern von Fräsbereichen und 5-achsigem Ausweichen.

    Reale (links) und virtuelle Maschinenumgebung in Tebis: Große Sicherheit mit hohem Realitätsbezug erhalten Nutzer von CAM-Systemen mit integrierter Simulationstechnologie. Anwender prüfen berechnete NC-Programme in der virtuellen CAM-Umgebung.

    Effizient zu hochwertigen CAD-Flächen und Class-A-Qualität

    Den Grundstein für hochwertige Bauteilqualität und für den Grad an NC-Automatisierung legen moderne CAM-Systeme bereits in der Fertigungskonstruktion. Je nach Fertigungstechnologie nutzen NC-Programmierer unterschiedliche CAD-Funktionen zum Vorbereiten ihrer Fertigungsmodelle für nachfolgende NC-Prozesse.

    Bei NC-gefertigten Freiformflächen liegt es auf der Hand, dass diese nur so gut sein können wie die CAD-Daten. Eine gute CAM-Software zeichnet sich daher auch durch integrierte leistungsstarke Funktionen zum Strukturieren, Ankonstruieren, Reparieren, Deformieren sowie zum Scannen und Flächenrückführen aus.  

    Für die Qualität gefertigter Oberflächen – speziell bei Freiformgeometrie – ist es zudem entscheidend, dass das CAM-System die NC-Bahnen auf mathematisch exakten Flächen statt auf tesselierten Ersatzmodellen wie Polyedern berechnet. Um manuelle Nacharbeiten zu vermeiden, sollte der Nutzer die Finish-Qualität auch mit einstellbaren NC-Punktverteilungen beeinflussen können.

    Automatisierte Bauteilaufbereitung: In Features und Schablonen ist das individuelle Fertigungswissen eines Unternehmens in der Tebis Software hinterlegt. Das vereinfacht etwa die Aufbereitung eines Bauteils zur automatisierten NC-Programmierung von Planflächen, Taschen, (Stufen-)Bohrungen und Gewinden.

    Modular und flexibel in einem System

    In der Fertigungsbranche sind die Fertigungsprozesse von KMU bis hin zu den großen Playern grundsätzlich sehr unterschiedlich. Eine moderne Softwarelösung kommt daher um einen modularen Aufbau nicht herum. Anwender steigen kostengünstig ein und können mit steigenden Anforderungen flexibel wachsen.

    Tebis beispielsweise bietet für typische CAD/CAM-Anwendungen passende Softwarepakete an, die mit wachsenden Konstruktions- und Fertigungsaufgaben ausgebaut werden können. Werden bestimmte Erweiterungen nur selten benötigt, können Anwender sich diese Komponenten teilen.

    Offen für Schnittstellen und Vernetzung

    Im Zuge der Digitalisierung spielt nicht zuletzt die Vernetzung von Systemen eine immer größere Rolle, was moderne CAM-Systeme verstärkt anbieten. Besonders anwenderorientierte Lösungen zeichnen sich durch ihre Offenheit für andere Systeme aus. Über Schnittstellen sollten Nutzer ihre CAD-Modelle ohne Datenverluste mit den wichtigsten Systemen potenzieller Auftraggeber austauschen können. Beim Import sollte die Software Baugruppen automatisch in einzelne Fertigungsdateien zerlegen und nebenbei die Flächenqualität optimieren.

     

    Mit Echtzeit-Anbindungen etwa zu Werkzeugdatenbanken und Software zur Auftragsplanung und -steuerung lassen sich Verbesserungen in den logistischen Abläufe und dadurch hohe Effizienzgewinne realisieren. Tebis ist beispielsweise direkt koppelbar mit dem MES ProLeiS. In dieser integrierten Umgebung lassen sich Fertigungsprojekte planen und mit stets aktuellen Daten wesentlich besser steuern. Im äußerst terminorientierten Werkzeug- und Formenbau stellen Unternehmen damit sicher, dass alle Bearbeitungen und Komponenten rechtzeitig fertig werden und sie Produkte termingerecht liefern.

    Reiner Schmid, Leiter Produktmanagement, Tebis AG
    Reiner Schmid, Abteilungsleiter Produktmanagement Tebis AG