
Mit Tebis 4.1 Release 12 erweitern wir zentrale Funktionen in Konstruktion, CAM und Automatisierung gezielt weiter. Sie arbeiten durchgängiger, setzen Bearbeitungsstrategien flexibler ein und behalten dabei jederzeit die Kontrolle über Ihre Prozesse. Neue und optimierte Funktionen greifen ineinander und unterstützen Sie dabei, bestehende Maschinen effizient auszunutzen und Ihre Fertigung stabil und sicher auszubauen.
Tebis 4.1 Release 12 wird Mitte Juli ausgeliefert.
Die neue Import-Schnittstelle für CATIA 3DEXPERIENCE ermöglicht den direkten Austausch von CAD-Daten aus der datenbankgestützten Plattform von Dassault Systèmes. Der Import erfolgt über 3DXML-Dateien, die sich in Tebis nahtlos übernehmen und wie gewohnt weiterverarbeiten lassen. Funktion und Umfang entsprechen der bewährten CATIA‑V5-Integration, sodass bestehende Prozesse und Arbeitsweisen unverändert bleiben.
Gleichzeitig schaffen Sie die Voraussetzung, CAD-Daten aus modernen 3DEXPERIENCE-Umgebungen sicher in Ihre Fertigungsprozesse einzubinden.
Ergebnis: Sie integrieren CAD-Daten aus CATIA 3DEXPERIENCE in Ihre bestehenden Abläufe und bleiben gleichzeitig technologisch anschlussfähig für zukünftige Anforderungen.
Sie greifen in der 3D‑Konstruktion jetzt noch direkter auf alle relevanten Informationen im Modell zu. Ein dauerhaft verfügbares, dynamisches Informationsfenster zeigt Ihnen Elementdaten genau dann an, wenn Sie sie brauchen – ohne den Konstruktionsworkflow zu verlassen. CAD‑Elemente wählen Sie zusätzlich präzise und zuverlässig per Namensfilter aus.
Zudem wurde die Funktion „Zusammengesetzte Verlängerungsflächen erzeugen“ (Combi‑Extend) weiterentwickelt: Beim tangentialen Verlängern von Flächen erzielen Sie jetzt noch bessere Oberflächenergebnisse. Auf Wunsch passen Sie die Flächen direkt und intuitiv über interaktive Handles an.Mit SmartOps sind Sie jetzt noch effizienter, da Parameter automatisch erkannt und übernommen werden. Weiterhin färben Sie Geometrien direkt im SmartOps‑Prozess komfortabel ein und behalten so jederzeit den Überblick.
Darüber hinaus konfigurieren Sie Analysefunktionen unmittelbar in der jeweiligen Funktion – individuell, schnell und kontextbezogen. Auch bei der Flächenbearbeitung arbeiten Sie noch effizienter, etwa wenn Sie mehrere Offsets in einem Schritt erzeugen und direkt prüfen. So greifen Automatisierung, Transparenz und flexible Anpassung nahtlos ineinander.
Mit der Funktion „Konturen freimachen“ bearbeiten Sie Rücksetzungen an Schnittkanten gezielt und ohne aufwändige Workarounds.
Dazu definieren Sie eine Kontur sowie die zugehörige Rücksetzungsgeometrie und ermöglichen so eine hinterschnittige Bearbeitung direkt im 2,5D‑Fräsen.
Unterstützt werden Scheibenfräser (Lollipop) sowie verschiedene Modi zur Definition der Rücksetzung über Kurven, Flächen oder theoretische Geometrien.
Hinterschnittige Formen lassen sich damit auch auf 3‑Achs‑Maschinen gezielt und wirtschaftlich bearbeiten.
Im 3D‑Fräsen steuern Sie die Anstellungsachse jetzt direkt über den neuen Jobparameter „Anstellung‑Werkzeugweg“. Interaktiv definierte Anstellungen bleiben im NCJob erhalten und werden bei Änderungen automatisch berücksichtigt. Für die Bearbeitung auf 3‑Achs‑Maschinen können Sie jederzeit wieder auf das ursprüngliche Bezugsachsensystem zurückwechseln. Das optimierte Bahnlayout bleibt dabei erhalten und sorgt weiterhin für eine hohe Oberflächenqualität.
Gleichzeitig wurde die Projektionslogik vereinheitlicht: Bereiche und Leitelemente lassen sich über einen gemeinsamen Projektionsmodus steuern – wahlweise in Anstellrichtung oder entlang der Flächennormalen. Dadurch kombinieren Sie Geometrieelemente konsistent und vermeiden unerwünschte Übergänge. Die Funktion steht für Kugelfräser zur Verfügung und unterstützt unter anderem das Schlichten und Nachbearbeiten von Oberflächen sowie die kombinierte Restmaterialbearbeitung.
Ergebnis: Sie steuern Werkzeuganstellungen zuverlässig im NCJob, kombinieren Bereiche und Leitelemente konsistent und erzeugen stabile 3D‑Fräsbahnen mit weniger Nacharbeit.
Im 2D‑Stechfräsen ermöglichen neue Funktionen sowohl größere Zustellungen als auch eine höhere Prozesssicherheit. Mit dem Parameter „Eingriff prüfen“ lässt sich die Eingriffsprüfung gezielt deaktivieren, sodass auch große Zustellungen realisiert werden können – beispielsweise beim Stechen aus dem Vollen. Ergänzend wurde der Pendelmodus in die Sortierung integriert, um Bearbeitungszeiten zu verkürzen.
Gleichzeitig unterstützt eine integrierte Kollisionsvermeidung die Bearbeitung durch gezieltes Ausweichen in Z‑Richtung und das Abschalten von Ebenen bei Bedarf. Dadurch lassen sich auch komplexe Bearbeitungssituationen sicher beherrschen.
Beim Planfräsen wurde das Abhebeverhalten für die Strategien „Konzentrisch“ und „Konturparallel“ in den Funktionen Planflächen schruppen und Boden schlichten optimiert.
Vor jedem Rückzug wird automatisch ein definierter Radius von 0,5 mm ergänzt.
Dadurch hebt das Werkzeug gleichmäßig von der Oberfläche ab und vermeidet abrupte Bewegungen direkt auf dem Bauteil.
Ergebnis: Sie erzielen gleichmäßigere Oberflächen und erhöhen gleichzeitig die Werkzeugstandzeit.
Mit der neuen Strategie „Entspanen“ im Gewindebohren wird das Werkzeug nach jedem Hub gezielt aus der Bohrung zurückgezogen.
Die Funktion steht sowohl im 2,5D‑Bohren als auch im Drehbohren zur Verfügung.
Späne lassen sich so nach jedem Bearbeitungsschritt zuverlässig aus der Bohrung entfernen, und das Werkzeug kann bei Bedarf erneut geschmiert werden.
In der Bearbeitung von 2,5D-Freiform- und Regelfeatures steht Ihnen jetzt die Option „Werkzeugträger-Kollision prüfen“ zur Verfügung.
Ist diese aktiviert, berücksichtigt die variable Werkzeugsuche automatisch Kollisionen zwischen Werkzeugträger und Stoppflächen.
Es werden nur geeignete Werkzeuge angeboten. Wird eine Kollision erkannt, wählt das System selbstständig ein längeres Werkzeug mit gleichem Durchmesser. Manuelle Anpassungen entfallen und der Prozess bleibt durchgängig stabil.
Ergebnis: Sie bearbeiten 2,5D Features noch sicherer und reduzieren den manuellen Aufwand deutlich.
Toleranzbereiche lassen sich in Features jetzt variabel definieren, sodass ein einzelnes Feature mehrere Varianten abdeckt und der Pflegeaufwand sinkt.
Gleichzeitig wurde die NCSet-Bibliothek erweitert: NCJobs können multiselektiert, gemeinsam bearbeitet und übersichtlich verwaltet werden.
Geringerer Pflegeaufwand durch variable Toleranzbereiche in Features
Ergebnis: Sie organisieren Features und NCJobs effizienter, reduzieren Varianten und beschleunigen Ihre CAM-Prozesse.
Mit dem NC-Organizer bringen Sie Ihre NCJobs nach der CAM-Programmierung automatisch in eine fertigungsgerechte Reihenfolge.
Auf Basis von Werkzeug-, Kinematik- und anwenderspezifischen Parametern optimiert das System die Abarbeitung gezielt, indem Wechsel von Werkzeugen, Anstellungen oder Maschinenköpfen reduziert werden. Gleichzeitig werden NC-Programme und Ordner strukturiert neu aufgebaut, sodass eine klare und nachvollziehbare NC-Struktur entsteht.
Bestehende Einstellungen bleiben dabei erhalten, ohne zusätzliche Neuberechnungen auszulösen.
Höhere Maschinenauslastung durch reduzierte Wechsel von Werkzeugen und Anstellungen
Schneller zur fertigen NC-Struktur dank automatischer Optimierung auf Knopfdruck
Spürbare Entlastung bei der Programmausgabe durch weniger manuelle Schritte
Mehr Transparenz durch klar strukturierte NC-Programme und -Ordner
Sichere Prozessabläufe ohne zusätzliche Neuberechnungen beim Umsortieren
Ergebnis: Sie erhalten automatisch eine fertigungsgerechte NC-Struktur, steigern die Maschineneffizienz und reduzieren den Aufwand in der Arbeitsvorbereitung spürbar.
Mit dem automatischen Nesting platzieren Sie Spanten und Grundplatten effizient und optimal auf Ihrer Platine.
Die Funktion ergänzt die manuelle Platzierung und lässt sich flexibel in bestehende Abläufe integrieren.
Verfügbar in NEST/LNEST sowie integriert in SEAT/LSEAT, unterstützt sie sowohl das Beschnittfräsen als auch das Laserschneiden.
Spanten und Grundplatten werden automatisch mit reduziertem Verschnitt und geringerem Aufwand verteilt.
Reduzierte Programmierzeit durch automatische Platzierung der Spanten
Geringerer Materialverschnitt durch optimierte Verteilung auf der Platine
Kombinierbare Arbeitsweise dank Ergänzung zur manuellen Platzierung
Direkte Integration in NEST/LNEST sowie SEAT/LSEAT ohne Prozessbrüche
Ergebnis: Sie erzeugen schneller ein optimiertes Nesting und reduzieren gleichzeitig den Materialeinsatz. Die automatisierte Verteilung sorgt für effizientere Prozesse in Ihrer NC-Programmierung.
Zwillingswerkzeuge (Schwesterwerkzeuge) werden in Tebis vordefiniert, um bei Verschleiß oder Bruch einen durchgängigen Fertigungsprozess sicherzustellen.
Sobald ein festgelegtes Limit wie Standzeit oder Weglänge erreicht ist, erzeugt das System automatisch den passenden Werkzeugwechsel entlang des Werkzeugwegs.
Ergänzend lassen sich Werkzeugbruchkontrollen sowie weitere Maschinenzyklen, beispielsweise getaktete Spülimpulse zur Verbesserung des Spanabtransports, automatisch programmieren und simulieren.
Dadurch wird der Werkzeugwechsel automatisiert und prozesssicher in den NC-Ablauf integriert.
Unterbrechungsfreier Betrieb durch automatischen Wechsel auf definierte Schwesterwerkzeuge
Erhöhte Prozesssicherheit durch integrierte Werkzeugbruchkontrollen und Simulation
Planbare Standzeiten dank steuerbarer Limits wie Zeit oder Weglänge
Effizientere Bearbeitung durch automatisch programmierbare Maschinenzyklen
Verbesserter Spanabtransport durch gezielt eingebundene Spülimpulse
Ergebnis: Sie sichern integrieren Werkzeugwechsel sowie unterstützende Maschinenzyklen direkt in einen stabilen, automatisierten NC-Prozess.
